AK Wahlen in Oberösterreich: AUGE/UG gewinnt fünftes Mandat, FSG legt zu – schwere Verluste für ÖAAB

AK WahlkastenDas Endergebnis der AK-Wahlen in Oberösterreich liegt vor. Und auch Oberösterreich bestätigt den Aufwärtstrend für die AUGE/UG. Die Alternativen, Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen legen auch zu den oberösterreichischen AK-Wahlen zu, erreichen Fraktionsstatus und zählen neben der dominierenden Präsidentenfraktion FSG, die deutlich gestärkt aus den Wahlen hervorgeht, zu den GewinnerInnen. Schwere Verluste setzt es für den ÖAAB, die Freiheitlichen kommen auch in Oberösterreich nicht recht vom Fleck und verlieren sogar geringfügig.

Die Ergebnisse im Detail:

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  • Die AUGE/UG erreicht 5,33 Prozent (+ 1,56 Prozent) und 5 Mandate (+ 1).
  • Die FSG legt auf 65,5 Prozent (+ 6,24 Prozent) und 73 Mandate (+ 6) zu.
  • Der ÖAAB fällt auf  17,09 Prozent (- 8,29 Prozent!) und fällt auf 19 Mandate (- 9).
  • Die Freiheitlichen stagnieren bei 10,04 Prozent (- 0,08 Prozent) und 11 Mandate (+/- 0).
  • Der GLB zieht mit einem Mandat und 1,02 Prozent (+ 0,16 Prozent) ebenso in die AK OÖ-Vollversammlung ein wie die Liste Perspektive (1,02 Prozent).

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Die Wahlbeteiligung liegt bei relativen hohen 42,26 Prozent und liegt damit nur knapp unter jenem von 2009. Ein zusätzliches sechstes Mandat ist sich für die AUGE/UG schlußendlich leider doch nicht mehr ausgegangen. Es wurde knapp verfehlt.
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Kein Rechtsruck bei AK-Wahlen
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Ein bisheriger Trend, der neben den Zuwächsen für die AUGE/UG und den „Präsidentenfraktionen“ erfreulicherweise zu beobachten ist: es gibt keinen Rechtsruck. Aus der Wahl gestärkt gehen FSG, AUGE/UG und GLB hervor – letztere beide jedenfalls „links“ der Mitte positioniert.
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Freiheitliche wie Konservative schwächeln dagegen. Für den ÖAAB und die mit ihm kandidierenden ChristgewerkschafterInnen setzt es bislang kräftige Verluste. Deutlich unter ihren Erwartungen blieben wohl auch die selbsternannten „Hämmer“ in den Kammern – die Freiheitlichen. Sie mussten nicht nur in Kärnten und Wien deutliche Stimmen- und Mandatsverluste hinnehmen sondern verloren – wenn auch nur marginal –  selbst in einem „Stammland“ wie Oberösterreich. Ganz offensichtlich stößt der freiheitliche Wahlkampf der hinsichtlich des Niveaus nur schwerlich an Tiefe zu unterbieten ist auf immer weniger Anklang bei den ArbeitnehmerInnen – zumindest bei den AK-Wahlen. Zusätzlich nicht wirklich mobilisierend für die rechteren Fraktionen dürften wohl auch die aggressiven Angriffe auf die AK im Rahmen des Wahlkampfs bzw. das ungeklärte, tendenziell AK-feindliche Verhältnis von ÖVP (bzw. ihren Teilorganisationen) und FPÖ zur Institution Arbeiterkammer sein.
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Zu hoffen ist, dass sich dieser Trend bei den laufenden und noch kommenden Wahlen – in der Steiermark, im Burgenland und im Mai in Niederösterreich fortsetzt. Insbesondere auch in Niederösterreich – wo es die FPÖ-Arbeitnehmer tatsächlich geschafft haben das bisher von ihrer Gesinnungsgemeinschaft gebotene Niveau noch einmal zu unterschreiten. In NÖ gehen die Freiheitlichen inzwischen praktisch unterirdisch ….
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Jedenfalls: Gratulation an die AUGE/UG in Oberösterreich! Ein Ergebnis, das motiviert.

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Link: AK-Oberösterreich

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