Niederösterreich: Es gärt im Sozialbereich! Wir tun was!

Quer durch Österreich ist im privaten Gesundheits- und Sozialbereich eine Tendenz zu beobachten, die sich nun im Rahmen der Budgetkonsolidierung noch weiter zu verstärken droht: sparen, sparen, sparen!

Momentan geht das größtenteils zu Lasten der Beschäftigten, aber auch schon auf Kosten der KlientInnen – jener Mitmenschen und ihrer Familien, die auf gut funktionierende soziale und Gesundheitsdienste dringend angewiesen sind!

Die typischen Symptome bei den Beschäftigten: steigende Krankenstandszahlen, Burn Out nimmt zu. Die Leistungsverdichtung steigt. „Neue“ atypische Beschäftigungsverhältnisse werden mehr, wo MitarbeiterInnen weniger (bis unter der Armutsgrenze) verdienen- um nur einige der häufigsten Probleme zu nennen.

BetriebsrätInnen sind mehr denn je gefordert, etwas zur Verbesserung der Situation beizutragen.

Aber, BetriebsrätInnen werden von ihren Geschäftsführungen und der öffentlichen Hand ausgespielt! Die Geschäftsführungen reagieren auf die Verbesserungsvorschläge zumeist mit dem Argument, dass die Fördergeber – also die öffentliche Hand – das nicht zahlen würde. Und die Fördergeber verhandeln nur mit den Geschäftsführungen!

NÖ BetriebsrätInnen treffen Verantwortliche der Landespolitik

Um diese Entwicklungen aufzuzeigen und diesen auch entgegenzutreten, um Hilfe für die MitarbeiterInnen aber auch die KlientInnen zu erhalten und um mit den Verantwortlichen der öffentlichen Hand endlich ins Gespräch zu kommen, hat jetzt ein AUGE/UG-Betriebsrat und AK-Rat in Niederösterreich, Stefan Taibl mit der AK NÖ ein Vorreiterprojekt ins Leben gerufen, an dem sich mittlerweile BetriebsrätInnen aus drei Fraktionen – FSG, FCG, AUGE/UG – ebenso wie Fraktionslose und vielen sozialen Unternehmen und Vereinen beteiligen.

Aktive Unterstützung durch AK Niederösterreich, die einlädt

Aktive Unterstützung kommt dabei von Brigitte Adler, der Vizepräsidentin der Arbeiterkammer NÖ und Vorsitzenden des Gesundheits- und Sozialausschusses, die sich von der Idee sehr angetan zeigt. Die AK NÖ wird am 23.4. die Verantwortlichen der NÖ Landesregierung und BetriebsrätInnen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich einladen. Die BetriebsrätInnen haben dabei die Möglichkeit, eine Petition zu überreichen und den Dialog mit den VertreterInnen der Landesregierung direkt aufzunehmen!

Über Fraktionsgrenzen hinweg für Beschäftigte im Sozial- und Gesundheitsbereich aktiv

„Es geht uns darum, gemeinsam und solidarisch etwas für alle Beschäftigten aus dem privaten Gesundheits- und Sozialbereich zu erreichen!“, so Stefan Taibl, „Diese Notwendigkeit ist allen beteiligten BetriebsrätInnen längst klar! So ein Projekt zu initiieren lag damit auf der Hand!“

Momentan wird von den beteiligten BetriebsrätInnen die Petition vorbereitet. BetriebsrätInnen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich, deren Einrichtungen vom Land NÖ gefördert werden, können sich diesem überfraktionellen Netzwerk jederzeit anschließen.

Kontakt über Stefan Taibl, betriebsrat@psz.co.at, AK Rat, Betriebsratsvorsitzender PSZ GmbH

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