Siemens: „arge zbr“ will für frischen Wind im Zentralbetriebsrat sorgen

Information des
Betriebsrates SIS & CT vom 12.10.2009

„arge zbr – Offene Arbeitsgemeinschaft“ will frischen Wind in den Zentralbetriebsrat (ZBR) der Siemens AG Österreich bringen

Am 12. Oktober 1847 eröffnete Werner von Siemens gemeinsam mit Georg Halske in Berlin ihre Werkstatt und legten damit den Grundstein für einen Weltkonzern. Genau 162 Jahre danach setzten heute engagierte BetriebsrätInnen in Wien einen Meilenstein in der Vertretung der ArbeitnehmerInneninteressen bei der Siemens AG.

Mit der Gründung der „arge ZBR – Offene Arbeitsgemeinschaft“ soll eine fortschrittliche Antwort auf die neuen Strukturen der Arbeitgeber und die neuen Herausforderungen in einem globalisierten Konzern gefunden werden. BetriebsrätInnen aus Wien und aus den Bundesländern haben bei ihrem heutigen Gründungskongress in Wien diese fraktions- und überparteiliche Plattform aus der Taufe gehoben.

Mit der „arge ZBR“ sollen die veralteten, starren und verbarrikadierten Strukturen des Zentralbetriebsrats der Siemens AG Österreich durchlässiger gemacht werden. Wir wollen die nicht mehr zeitgemäße und leider vielfach parteipolitisch geprägte Interessensvertretung durch eine neue Art der Belegschaftsvertretung ablösen: durch Offenheit, Kompetenz und Mobilisierungskraft wollen wir die Interessensvertretung auf betrieblicher Ebene stärken.

Wie der schon seit 3 Jahren dauernde Kampf um die Sicherung der Arbeitsplätze in der Siemens-Softwaresparte deutlich zeigt, ist „die Partei“ als gemeinsame Plattform für ZBR und Vorstand kein geeignetes Mittel, um die Mobilisierung der KollegInnen aktiv zu unterstützen.

Während die Unternehmen heute globalisiert agieren, sind die ArbeitnehmervertreterInnen noch in alten Strukturen gefangen. Als BetriebsrätInnen müssen wir auf die neue Vorgehensweise der Unternehmen eine angemessene und effiziente Antwort geben, damit die Interessen der Beschäftigten nicht vor lauter Profitmaximierung der Manager auf der Strecke bleiben.

Gerade die Siemens AG hat in den letzten Jahren bewiesen, dass sie ohne große Rücksicht auf die 400.000 MitarbeiterInnen ausschließlich nach noch mehr Gewinn strebt. Die österreichische Landesgesellschaft hat sich dabei als willfährige Exekutorin der Vorgaben des Stammhauses in Deutschland erwiesen.

Es muss in dieser Situation das oberste Ziel der BelegschaftsvertreterInnen sein, die Verantwortlichen des Unternehmens wieder an ihre soziale und gesellschaftliche Verantwortung zu erinnern – mit einem offenen, kompetenten und starken Zentralbetriebsrat.

Unser Ziel ist es, bei den bevorstehenden Wahlen zum Zentralbetriebsrat der Siemens AG Österreich möglichst stark zu werden und damit einen neuen Wind in die Konzernvertretung zu bringen.

Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz!


Mit freundlichen Grüßen,

Ataollah Samadani

Vorsitzender Betriebsrat SIS & CT

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