Wie kommt man zu annehmbaren Gehaltsberechnungen und Vergleichen für die Beschäftigten im Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich?


UG-Arbeitsgruppe Pflege, Gesundheit und Soziales

ein Beitrag von GeSoPfle, der Arbeitsgruppe für Gesundheit, Soziales und Pflege der UG

Es existieren eine Vielzahl an unterschiedlichen Gehaltsschemata, Ausbildungen und Arbeitsbedingungen, in Kollektivverträgen, Landesschemata und auch außerhalb Kollektiv geregelter Verträge. Die Vergleichbarkeit stellt sich als äußerst komplex und schwierig heraus.

Aber, wo wollen wir hin? Mehr als 80 Prozent der ArbeitnehmerInnen dieser Bereiche sind Frauen. Oftmals mit qualitativ hochwertiger Ausbildung. Wenn wir uns jetzt das Gehaltsschemata des „Leit-KV´s“ im privaten Gesundheits- und Sozialbereich ansehen (SWÖ-KV), und das mit dem Durchschnittsgehalt der unselbständigen Männer laut Statistik Austria vergleichen, ergibt sich folgendes Bild:

https://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/soziales/personen-einkommen/jaehrliche_personen_einkommen/index.html

bereinigtes mittleres Einkommen der unselbstständig beschäftigten Männer 2020 = 45 900:14 = 3278 Brutto Monat.

Dazu der Vergleich:
http://www.sozialwirtschaft-oesterreich.at/folder/1203/SWOE-KV_Gehaltstabelle_2021.pdf

Im Beispiel SWÖ KV, bekommt von den 9 Gehaltsgruppen nur die Gruppe 7 ab dem 27 Dienstjahr, die Gruppe 8 ab dem 13 Dienstjahr und die Gruppe 9 ab dem 5 Dienstjahr dieses mittlere Durchschnittsgehalt der unselbständig beschäftigten Männer. Über 80% der Beschäftigten in diesem Bereich, zumeist Frauen – kommt, trotz Systemrelevanter Arbeit, viele mit hochwertiger Ausbildung und sehr fordernder Tätigkeit, nie zu diesem mittleren Durchschnittseinkommen der Männer.

Und, in diesen Bereichen gibt es kaum Überzahlungen des KV´s oder der Gehaltsschemata. Der Grundgehalt ist das Höchstgehalt.

Grundsätzlich sollte niemand, der wertvolle und schwierige Arbeit macht, weniger als dieses Durchschnittseinkommen bekommen. Fachausbildungen gerne mehr.
Dieser Vergleich kann schnell und einfach mit allen Gehaltsschemata des Gesundheits- Pflege- und Sozialbereichs gemacht werden.und schon gibt es eine Orientierung, wo wir hinmüssen. Die Orientierung orientiert sich ganz bewusst an dem Einkommen der Männer.

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